by Tina Eder
Die meisten denken es ist eine Muschel, aber Cypraea Moneta ist eine Schnecke, die in tropischen und subtropischen Gewässern wächst. Das kleine weiße Schneckengehäuse kennt jeder von Ketten, Ohrringen oder sonstigem Dekor. Unter den ca. 200 verschiedenen Kauri Arten hat nur diese weltweit Karriere gemacht.
Kauris kommen im Indischen und Pazifischen Ozean im warmen und flachen Wasser vor. Durch das warme Wasser bleibt diese Art klein, im Durchschnitt 16 Millimeter lang. In größerer Zahl kommt sie vor den Malediven vor. Bei Neu- und Vollmond sammeln sie die Frauen aus dem Wasser und vergraben sie im Sand. Dort bleiben sie bis das Fleisch vollständig verschwunden ist.
Diese Kauris sind klein, hart und haben eine wunderschöne porzellanartige Oberfläche. Sie sind schwer zu fälschen, handlich und leicht zu transportieren und waren deshalb besonders als Zahlungsmittel begehrt, das sich auf den Malediven, China, Indien, Nord- und Westafrika verbreitete. Das erste Mal wird die Kaurischnecke 1650 v. Chr. in China als Zahlungsmittel erwähnt. Erst die Kolonialmächte machten dem weit verbreiteten Gebrauch des Kauri-Geldes ein Ende.
Aber auch als Schmuck für den Kopf, Waffen und Kleidungsstücke war das kleine Schneckengehäuse beliebt. Durch ihre Ähnlichkeit mit den weiblichen Sexualorganen und ihre Verbindung mit dem Element Wasser, in dem sie entsteht, ist die Kauri aber auch ein Symbol für sexuelle Erfüllung und Fruchtbarkeit. Davon abgeleitet wiederum Glück, Wohlstand und Erfolg. Ihr wird magische Kraft nachgesagt. Daher kommt wohl auch ihre Verwendung in Glücksorakeln und anderen religiösen Handlungen.
Interessanterweise entsteht dadurch aber auch ihre Verbindung zum Tod. Denn sie verbindet den Tod mit den Prinzipien des Mondes, des Weiblichen und der Wiedergeburt in einer anderen Welt.

sending...